Aus meiner Sicht betrachtet!

Bild Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Eines der Besonderheiten an Schönsee ist für mich unser Kurpark und das gründurchwirkte Band der Ascha mit seinem Biotopverbund. Jeden Tag erfreue ich mich an der Vielfalt dieser Natur, sowohl an der von der Menschenhand geschaffenen wie auch an den Biotopflächen.

Seit dem Herbst vergangenen Jahres beobachtete ich, daß der Biber gefallen an den großen Pappeln zwischen dem Keckenweiher und dem Klöppeltrafo fand. Leider hat hier die Stadt es versäumt, rechtzeitig diese Bäume zu schützen! Jeder vom Biber angenagte Baum wurde durch die Stadt (Bauhof) gefällt. Diese Oberpfälzer Antwort mag vor etlichen 100 Jahren bei der Besiedelung der Oberpfalz angebracht gewesen sein, aber sie führte nunmehr dazu, daß der Biber nur einen Baum anzunagen brauchte damit dieser anschließend durch Menschenhand gefällt wurde. Dazu lagen nun diese gefällten Bäume so übereinander, so das der Biber nicht die nahrhafte Rinde fressen konnte. Das führte wiederum dazu, daß er sogleich den nächsten Baum für sich als „Fraßbaum“ auserkor. Spätestens beim Fällen der ersten Bäume hätte man erkennen müssen, das dieses Spiel zu Ungunsten der Pappeln ausgeht. Die Bäume mit einem Hausgitter zu schützen, so wie es tausende Gemeinden in Deutschland schon längst praktizieren, darauf hätte man wohl kommen können, zumal es nicht an Hinweisen aus der Bevölkerung mangelte.
Man nennt so etwas auch vorausschauendes Bibermanagement!
Anmerken möchte ich noch, daß diese Fällarbeiten in einem kartierten Biotop vorgenommen wurden.

Für mich in keinster Weise nachvollziehbar ist, daß im Bereich Volksfestplatz/Wanderweg Dietersdorf (ca. 300 m vom Klöppeltrafo entfernt) seit Jahren vom Biber gefällte Bäume aus diesem Biotop entfernt wurden. Wenn die Natur die Natur gestaltet, hat der Mensch mit seinem Ordnungsempfinden nicht einzugreifen! Für mich einfach und simpel.

Vielmehr würde ich mir wünschen, daß die Stadt bei der illegalen Grüngutentsorgung in diesem Bereich auf die Verursacher zugeht und dieser langjährigen Praxis Einhalt gebietet.

Positiv zu berichten ist, daß bei einem gemeinsamen Ortstermin der Stadt mit Vertretern der unteren Naturschutzbehörde Schwandorf, dem örtlichen Biberbeauftragten und dem Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) vereinbart wurde, daß der Status Quo des Biberdammes an der Bahndammbrücke erhalten bleibt. Die bestehende Dammkrone wird menschlicherseits nicht mehr verändert. Das ist eine seltene Gelegenheit einen Biberdamm, sowie das von ihm geschaffene Biotop aus erhöhter Position und trockenen Fußes betrachten zu können. Vielleicht ist dies eine besondere Hinweistafel Wert?





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