Neuer VG-Vorsitzender kommt aus Stadlern








Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft ist seit Mittwoch (27.05.2020) in einer geheimen Abstimmung neu gewählt worden. Vertreter der Gemeinden Stadlern, Weiding und Schönsee haben den Bürgermeister von Stadlern zum neuen Verwaltungsvorsitzenden gewählt.
Für die Stadt Schönsee waren als Delegierte folgende Personen beteiligt:
Reinhard Kreuzer, 1. Bürgermeister der Stadt Schönsee, FWG
Thomas Schiller, FWG
Michael Präßl, FWG Gaisthal
Christian Weinfurtner, CSU
Die Gemeinden Stadlern und Weiding stellten jeweils ihren Bürgermeister und einen weiteren Delegierten ( Herr Rainer Lampl, Stadlern, Herr Peter Rettinger, Weiding) aus ihrer Ortschaft.
Stadtrat Herr Schiller schlug den Bürgermeister Herrn Kreuzer vor, der Bürgermeister von Weiding, Herr Dirscherl seinen Kollegen aus Stadlern, Herrn Reiter.
Das Abstimmungsergebnis lautete 5 : 3 für den Bürgermeister von Stadlern, was bedeutet, dass ein Delegierter aus Schönsee nicht den eigenen Kandidaten, Bürgermeister Reinhard Kreuzer, unterstützte.

Das bedeutet im Detail unter anderem, dass die Mitarbeiter der VG im Schönseer Rathaus nicht mehr dem 1. Bürgermeister Kreuzer unterstellt sind. Somit kann Herr Kreuzer unsere Verwaltung nicht im vollen Interesse der Stadt einsetzen. Ihm wurde quasi Herr Reiter vor die Nase gesetzt.

Seit mindestens 40 Jahren hatte immer die Stadt Schönsee diesen Vorsitz, verständlich auch, da Schönsee mit ca. 2411 Einwohnern gegenüber Stadlern mit ca. 514 und Weiding mit ca. 463 Einwohnern die Mehrheit stellt. Weiterhin ist Schönsee der größte Nettozahler der VG, d. h. in Zahlen ausgedrückt 512.000€ gegenüber je 104.000€ Stadlern und 103.000€ Weiding. Mit dieser wohl geplanten Aktion wurde der Stadt Schönsee schlichtweg der bisherige Einfluß auf das Rathauspersonal entzogen.

Da weder die Beweggründe des abweichenden Delegierten aus Schönsee, noch seine Person bekannt sind, er also sich nicht einer demokratischen Diskussion stellen wollte, darf man leider jetzt über ihn und seine Beweggründe spekulieren.
Ich bedauere dies sehr, denn mein Wunsch war und ist eine neue und vor allem öffentliche Diskussionspolitik für Schönsee und dass die Hinterzimmerpolitik, die so oft in der Vergangenheit praktiziert wurde, einer neuen Offenheit weicht. Zumindest hatten dies die Gruppierungen und Parteien im Wahlprogramm ihren Wählern versprochen.

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