Mein Traum vom Kurpark

Ich parke am „Drei Seerosen“ und wandere Richtung CeBB. Auf dem See sind ein paar Ruder- und Tretboote unterwegs. Ein Boot macht gerade am Steg an der Insel fest und die Familie macht es sich auf der großen Ruheliege bequem. Ich komme an den Bäumen mit den Klöppel-Kunstwerken vorbei. Ein Schild erläutert mir den Sinn der Objekte, die in den Bäumen hängen. Ich steige die Stufen zur Brücke hinauf. Die Blumen am Brückengeländer leuchten in ihrer Farbenpracht. An den Tischen und Stühlen beim CeBB macht es sich gerade eine Gruppe Jugendlicher bequem, die sich mit Getränken vom Getränkeautomaten versorgt haben. Ein Angler wirft seine Angel aus, ich überquere die Fußgängerbrücke hinter der Feuerwehr und bewundere wieder einmal den Bayer-Garten, den die Jugendgruppe des Gartenbauvereins so wunderbar pflegt. Im sauberen Wasser des Kneippbeckens vergnügen sich ein paar Kinder, während es sich ihre Mütter am Picknickplatz bequem gemacht haben. Entlang des Weges am Schachspiel vorbei bis zur Straße ziehen sich die Stauden- und Rosenbeete in ihrer Pracht. Ich überquere die Straße. Vor den Stadeln summt und brummt es in der Insektenwiese. Die Bänke sind mit Touristen belegt. Seit dem der Rundweg um die Weiher geteert ist, muss niemand mehr fürchten im Matsch zu versinken und jetzt sind auch wieder mehr Kinderwägen zu sehen. Die vorher so triste Rückseite der Stadel ist jetzt mit Graffittikunst bemalt und ich bewundere, wie sich die Gemälde trotz ihrer Farbenintensität und Ideenvielfalt der jungen Künstler in die Umgebung einfügen. Auf dem Platz rund um den Klöppeltrafo stehen drei Infotafeln im Halbrund und das Blumenbeet darunter ist bepflanzt mit weißen Blühstauden, passend zur vorherrschenden Klöppelfarbe. Nun ist auch der Festplatz geteert und die Autos parken geordnet auf den markierten Parkplätzen am Rand. Auf dem hinteren Teil des Platzes spielen ein paar Kinder Hüpfspiele und ein Skater nützt die Halfpipe zum Üben. Im Winter kann hier sogar ein Eislaufplatz installiert werden. Weiter geht es auf geteerten und gut beleuchteten Wegen Richtung Seniorenheim. Die älteren Herrschaften nutzen den Weg gerne mit ihren Rollatoren, Gehhilfen und Rollstühlen. Der wunderschöne Garten des Seniorenheimes ist auch für die Bevölkerung zugänglich und die Tische des Besucher-Cafés sind vollbesetzt. Am Platz, wo früher die Alte Säge stand weist nun ein Schild auf den früheren Standort hin. Ein bisschen bin ich schon traurig, dass dieses alte Gebäude abgerissen werden musste, aber es wurde ja die letzten Jahre nicht mehr genutzt. Auf der Rückseite des Hopfneranwesens ist großformatig eine historische Ansicht von Schönsee aufgemalt, der Vergleich mit der heutigen Ansicht ist immer wieder interessant. Wieder geht es über die Straße in den Kurpark. Das Wasserrad dreht seine Runden und der Wasserlauf dahinter ist sauber und das klare Wasser sieht erfrischend aus. Diesmal gehe ich auf der Stadtseite des Rundweges, ein Inlineskater überholt mich, vor mir flanieren zwei ältere Herrschaften. Nach dem Getränkemarkt folgt mein Lieblingsabschnitt: zwischen den Bänken blühen in Trögen die Blumen, die Boote dümpeln am Steg und ein Pärchen wirft gerade ein paar Münzen in den Automaten um sich ein Boot zu mieten. Die zwei Bankgruppen auf der Seebühne sind mit Familien belegt, die dort spielen und picknicken. Das „Drei Seerosen“ ist wie immer gut besetzt und es werden Kaffee, Kuchen und Eis angeboten. Ich freue mich noch einmal am Blick über den See und die vielen Menschen, die das tolle Parkgelände nützen.

Ein Traum? Vielleicht ja auch nicht! Welchen Traum haben Sie?

Ursula Göllner
Listenplatz 3

Und nach dem Erwachen – die traurige Realität:

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Dr. Bärbel Placke

    Wie wohl dieser Traum aus der Sicht von Hundebesitzern wäre oder z. B. von Wohnmobilbesuchern, Tagestouristen, Familien mit Kleinkindern oder Senioren?

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